3.2 Anforderungen an Ansätze

Mit den Ansätzen selbst kommt der Benutzer nicht in Berührung. Hier zählt nur die Sichtweise des Entwicklers oder Auftraggebers. Dabei geht es vor allem darum, dass die Investition in Einarbeitung und Nutzung des Ansatzes langfristig sinnvoll und lohnenswert ist.

Unterstützte Plattformen

Eines der wichtigsten Kriterien ist die Unterstützung möglichst vieler sinnvoller Plattformen. Welche Plattformen dies sind, kann sich von Anwendungsfall zu Anwendungsfall unterscheiden. Jedoch sollte diese Liste zumindest klar definiert sein, da nur so eine angemessene Auswahl möglich ist. Oft sind die verschiedenen Funktionen bei unterschied-lichen Plattformen nicht in gleichem Maße implementiert oder technisch einfach nicht möglich. Auch hier sollte die entsprechende Dokumentation vorhanden sein.

Lizenz

Wie bei jeder verwendeten Fremdsoftware hat die Lizenz großen Einfluss auf die Entscheidungsfindung. Kostenlos oder sehr günstig ist in vielen Fällen die optimale Lösung. Je nach Unternehmenspolitik werden aber auch kostenpflichtige Angebote bevorzugt. Die Lizenz sollte klar ersichtlich und vor allem die betroffenen Bereiche der Software klar definiert sein.

Dokumentation

Eine gute Dokumentation ist die Grundlage einer guten Entwicklungsplattform. Die bereitgestellten Funktionen sollen ohne großen Suchaufwand nachvollziehbar sein, damit nicht mehr Zeit mit Probieren, als mit Entwicklung verbracht wird. Tutorials oder Schritt-für-Schritt-Anleitungen können den Einstieg in einen unbekannten Ansatz vereinfachen oder erst möglich machen.

Support

Sollte ein Problem dann wider Erwarten einmal nicht aus eigener Kraft lösbar sein oder unerwartete Fehler auftreten, ist es wichtig vom Anbieter entsprechenden Support bekom-men zu können. Ob dies per E-Mail, Forum oder sogar Telefon geschieht ist zweitrangig. Die grundsätzliche Verfügbarkeit ist aber wichtig, um sich überhaupt auf eine Plattform einlassen zu können.

Community

Auch eine lebhafte Community kann Einfluss auf die Entscheidung bezüglich eines Einsatzes haben. Zwar kann der Support bei Problemen mit der Nutzung helfen, Erfahrungen oder konstruktives Feedback sind jedoch oft eher von Nutzern zu bekommen, die in der gleichen Situation sind oder waren. Zudem zeigt eine entsprechend große Nutzerschaft, dass das Produkt praktische Anwendung erfährt und zumindest für andere eine angemessene Lösung war.

Erweiterbarkeit

Sollte ein Anbieter einmal nicht die gesamte bei der Entwicklung benötigte Funktionalität von Haus aus in den Ansatz eingebaut haben, ist es wichtig, dass der Quellcode entweder selbst verändert werden kann oder zumindest entsprechende Mechanismen wie ein Plug-In-System vorhanden sind.

Testbarkeit und Simulatoren

Schon bei der Entwicklung für nur eine Plattform ist das Testen der Anwendung für alle verschiedenen verfügbaren Versionen mit einem hohen Arbeitsaufwand verbunden. Mehr Plattformen bedeuten natürlich größeren Testaufwand. Deshalb ist es sehr wünschenswert, dass der Ansatz hier Unterstützung bietet. Bestenfalls mit problemlos nutzbaren Simulatoren für alle unterstützten Plattformen.

Distribution und Abrechnung

Je nach gewähltem Ansatz können die nutzbaren Möglichkeiten zur Distribution und Abrechnung je Plattform sehr unterschiedlich sein. Hier sollte, wenn möglich, kein Unterschied zu nativ entwickelten Anwendungen bestehen. Auf jeden Fall aber sollten sowohl Verteilung als auch Abrechnung möglichst einfach und effizient sein.

Zukunft

Eine mobile Anwendung mit einem bestimmten Ansatz zu entwickeln, bedeutet zwangsläufig eine Investition von Zeit und Geld. Es gilt hier zu prüfen, wie gut die Zukunftsaussichten einer Lösung einschätzt werden. Dies ist sehr subjektiv und unvorhergesehene Geschehnisse (siehe Kapitel 7) können hier immer auftreten. Es sollten aber die Grundvoraussetzungen für einen langfristigen Fortbestand des Ansatzes vorhanden sein.

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